Ziele und Activities unseres Clubs

Seit seiner Gründung ist unserem Club der Wahlspruch der weltweiten Lions Clubs  „We serve“ ein besonderes Anliegen – , also das Engagement im sozialen Bereich regional, national und weltweit. Neben der Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen sind weitere Schwerpunkte die Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Bildung und Erziehung, des Umwelts-, Landschafts- und Denkmalschutzes, der Jugend- und Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und des Sports. Das bedeutet insbesondere Tätigwerden in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen unserer Region (z.B. Unterstützung nichtstaatlicher Hilfsprojekte, wie Kinderkrebshilfe, Frauen helfen Frauen), aber auch Beiträge zu nationalen und internationalen (Hilfs-) Programmen und Einsätzen der Lions, aber auch anderer Organisationen und Institutionen.So beteiligen wir uns auch an den nationalen und internationalen, z.T. weltweiten Vorhaben der Lions Organisation, die gegenwärtig weltweit als eine der leistungsfähigsten Nicht-Regierungsorganisationen anerkannt ist, wie Akuthilfsaktionen in Katastrophengebieten; Sight-first, dem weltweiten Kampf gegen die Blindheit in Entwicklungsländern; der Förderung von Schülern, wie Lions Quest, Klasse 2000 mit dem Fokus auf eine regionale Umsetzung.

Finanziert werden Activities (Was sind Lions? Der Begriff "Activity") aus eigener Initiative, vor allem durch Aktionen wie Sammlung wiederverwertbarer Gebrauchsgüter, Bereitstellen von Transportmitteln, Tombola, Verkaufsaktionen auf Märkten, Baumpflanzungen (z.B. Streuobstwiese und Bepflanzung von Ausgleichsflächen in Burghausen) und mit der Hilfe von Spenden der Mitglieder und externer Personen sowie durch die Unterstützung von treuen Sponsoren.
Der Großteil unserer gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Bälle, Konzerte (z.B. Big Band der Bundeswehr, Claudia Korek), Veranstaltungen von Prominenten (z.B. Die Huber Buam, Da Bertl und I), Golfturniere, Schafkopfwettbewerbe wird als Benefizveranstaltung durchgeführt, d.h. der Reinerlös wird für Hilfsprojekte verwendet. "Activities" sind ohne den persönlichen und ehrenamtlichen, also unentgeltlichen Einsatz der Clubmitglieder, ihrer Familien und anderer Freiwilliger nicht denkbar. Unser "Activity-Beauftragter" koordiniert die Activities des Clubs. Die Durchführung obliegt dann dem Hilfswerk Lions Club Altötting-Burghausen e.V. unter Beachtung seiner Satzung und den Vorgaben der Finanzverwaltung (Das Hilfswerk unseres Clubs).
Folgende Activities zeigen beispielsweise die Schwerpunkte unseres Engagements auf. Sie machen deutlich, wie wir durch Eigenleistung der Clubmitglieder und ihrer Familien selbst direkt Unterstützung bieten oder die finanziellen Mittel aufbringen, um Bedürftigen zu helfen oder Förderprojekte durchzuführen. Sofern ein Ansprechpartner nicht ausdrücklich angegeben ist, wenden Sie sich bei Fragen bitte an unseren jeweiligen Präsidenten.

 

Seminararbeitspreis für die Absolventen der vier Gymnasien und der Berufsoberschule im Landkreis Altötting: 

Seit dem Lions Jahr 2007/2008 lobt unser Club Preise von jeweils 750 € für die beste Seminararbeit in den Abiturklassen des Landkreises aus, also in Altötting des König-Karlmann-Gymnasiums, des Maria-Ward-Gymnasiums und der Berufsoberschule sowie in Burghausen des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums und des Aventinusgymnasiums. Initiator der Activity war Engelbert Leiss-Huber. Die Auswahl erfolgt durch das Lehrer-Kollegium der jeweiligen Schule. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer durch unseren Club organisierten öffentlichen Feier durch den Clubpräsidenten. Der Fachbetreuer hält eine Laudatio seines Schützlings, anschließend stellt dieser seine Arbeit vor. Ansprechpartner: Bernd Renschler

 

Licht ins Dunkel (Kalenderaktion im Advent):  

Diese umfang- und erfolgreichste Eigen-Activity unseres Clubs geht auf eine Anregung unseres Clubmitglieds Jean Bergvall zurück und wurde 1986 gestartet. Die Activity wird über das Hilfswerk unseres Clubs abgewickelt und von der Regierung von Oberbayern jeweils genehmigt. In der Vorweihnachtszeit werden persönlich von unseren Clubmitgliedern sowie über ausgewählte Verkaufsstellen (Filialen der Sparkasse Altötting-Mühldorf und der VR meine Raiffeisenbank eG, sowie viele Geschäfte im Landkreis) Loskalender zum Preis von 6,- €  verkauft. Der Druck der Kalender wird durch Inserate auf den Kalendern finanziert. Über die auf den Kalendern befindliche Losnummer können die Käufer jeweils ab 1. Dezember an einer täglichen Verlosung von Geld- und Sachgewinnen teilnehmen. Besondere Gewinne gibt es an den Advent-Sonntagen im Dezember und den Hauptgewinn am 24. Dezember. Mehrfachgewinne sind möglich. Dazu kommt der ideelle Gewinn einer guten Tat, nämlich zu Weihnachtsbescherungen für Bedürftige im Landkreis beigetragen zu haben. Der Erlös wird zu 100% für weihnachtliche Geschenke (nahezu ausschließlich Sachspenden, die unsere Lions Damen einkaufen und verteilen) verwendet. Bedacht werden Bedürftige im Landkreis (vorwiegend Kinder und alte Menschen), auch in Zusammenarbeit mit Sozial-, Jugend-, Pfarrämtern, Caritas, Innere Mission, Rotem Kreuz, anderen Sozialverbänden und auf Bitten bzw. Anregungen von Privatpersonen. Bis 2015 konnte ein Gesamtreinerlös in Höhe von ca. 360.500 € eingebracht werden. Die Gewinnnummern werden täglich in den Landkreismedien (Alt-Neuöttinger und Burghauser Anzeiger, Wochenblatt, Inn-Salzachwelle) sowie auf unserer Homepage bekanntgegeben, die dann auch über das Gesamtergebnis der Activity berichten.(Licht ins Dunkel 2016, Gewinnzahlen und Informationen) Ansprechpartner: Ullrich Dreistein

 

Ostertaler – "Mit Genuss helfen!"

„Mit Genuss helfen!“ – lautet die Osteraktion, die wir über das Hilfswerk unseres Clubs durchführen. Neben der langjährigen Weihnachtsaktion „Licht-ins-Dunkel“ haben wir im März 2015 mit dem österlichen Hilfsprojekt „Mit Genuss helfen!“ eine neue, auf Dauer angelegte Activity ins Leben gerufen. Über 15.000  Ostertaler – köstliche Taler aus Milchschokolade gefüllt mit Nougatcreme und Crispkörnchen – sind von unseren Clubmitgliedern an Firmen, Hotels, Einzelhandel und Ämter im Landkreis ausgeliefert worden. Sie hatten sich bereit erklärt, durch den Kauf der Ostertaler unser Hilfswerk zu unterstützen und gleichzeitig ihren Kunden, Gästen bzw. Mitarbeitern rund um die Osterfeiertage eine kleine, aber köstliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dankbar und mit einem kleinen Schmunzeln konnte der Initiator dieser Activity, PP Stephan Brohr, gemeinsam mit seinem Projekt-Team feststellen: „Unsere Idee hat binnen kürzester Zeit weite Kreise gezogen! Wer genau schaute, konnte bei der Übertragung des letzten Wiener Opernballs sehen, dass just `unsere´ Schokotaler dort als Damenspende überreicht wurden. Sicherlich ein Qualitätssiegel für diese kleine, aber feine Köstlichkeit". Der 2016 aus dem Verkauf erzielte Netto-Erlös in Höhe von rund 3.500 € ist ohne Abzüge unseren regionalen Projekten (insbesondere der Altenheim-/Seniorenfahrt und dem Seminararbeitspreis) zugute gekommen.
Ansprechpartner: Dr. Stephan Brohr.
Falls Sie die Ostertaleraktion im nächsten Jahr aktiv unterstützen möchten, können Sie auch gerne das Kontaktformular auf dieser Homepage nutzen.

 

Integration von Asylbewerbern

In den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland dürfen Asylbewerber kein Arbeitsverhältnis eingehen, d.h. für die meisten ist es eine Zeit, in der sie "zur Untätigkeit verdammt " sind. Seit Frühjahr 2015 hatte sich eine Arbeitsgruppe unseres Clubs intensiv mit der Erarbeitung eines Konzepts beschäftigt, wie dieser Zeitraum für die betroffenen Menschen sinnvoll ausgefüllt und genutzt werden kann. Als Ergebnis startete mit Beginn Juli 2015 das Projekt unseres Hilfswerks und der Stadt Burghausen  „Asylbewerberintegration im  Landkreis Altötting“. In einer Werkstatt lernen Flüchtlinge leichte handwerkliche Tätigkeiten, um sich so selbst behelfen können. Sie werden betreut von pensionierten Handwerksmeistern verschiedener Fachrichtungen, die den tatkräftigen Asylbewerbern zeigen, wie man Regale baut, Elektrokabel verlegt oder – ganz wichtig − Fahrräder repariert. Alles nur für den Eigenbedarf. Und: Geld bekommen die Asylbewerber für ihre Arbeit nicht, denn sie dürfen ja nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen. Neben der Vermittlung von handwerklichen Fähigkeiten wird im Gespräch mit den Meistern auch nebenbei Deutsch gelernt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Integration geleistet. Die Stadt Burghausen hatte unter ihrer Schirmherrschaft und Trägerschaft für das Projekt eine geeignete Immobilie in Burghausen angemietet. Für die Ausstattung der Werkstatt mit Werkzeug und Material sowie die Arbeitskleidung konnten neben der Stadt Burghausen und unserem Hilfswerk als Sponsoren die Firmen InfraServ Gendorf, Wacker Chemie, Kreutzpointner und Hinterschwepfinger gewonnen werden.

Das Projekt ist mit Wirkung zum 1.1.2017 in die Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes übergegangen.

 

Altenheim- (Seniorenfahrt):         

Seit 1986 werden jährlich rund 100 Senioren (besonders Bedürftige, körperlich und geistig Behinderte, Rollstuhlfahrer) aus den Altenheimen des Landkreises zu einer nachmittäglichen Kaffeefahrt per Bus, z.B. ins Voralpenland oder zu einer Flusskreuzfahrt, eingeladen. Organisiert wird dies durch die Clubmitglieder Christian Klein von Wisenberg und Prof. Dr. Armin Dietz. Weitere Clubmitglieder und -Damen kümmern sich neben den begleitenden Betreuern an diesem Nachmittag um die Seniorinnen und Senioren. Ansprechpartner: Christian Klein von Wisenberg, Prof. Dr. Armin Dietz

 

Togo – Hilfe: 

Diese Dauer-Activity begann bereits Anfang der 80-iger Jahre und umfasst seither mehrere größere Hilfsprojekte. Unser Club unterstützte damals die vom Apotheker Gerhard Reichert geleitete Togo-Hilfsaktion des Lions Clubs Deggendorf, die die ländliche Bevölkerung mit Medikamenten und medizinischem Gerät unterstützte. Hierbei beluden Mitglieder unseres Clubs in persönlicher Arbeit mehrere Container mit Betten, Nachtkästchen, Matratzen und sonstigem Klinikmobiliar. Diese Gegenstände wurden nach Auflösung des alten Altöttinger Krankenhauses nicht mehr gebraucht und wurden so auf dem Seeweg nach Togo geschickt. Die Hans-Seidl-Stiftung sorgte für die direkte Verteilung dieser Güter an Krankenstationen in Togo. 2014 hat unser Club auf Anfrage der Togo-Hilfe von Margret Kopp einen Zuschuss in Höhe von 2.000 € für die Beschaffung eines Krankentransport-Fahrzeuges in Togo geleistet.
Hilfsprojekt Buschkrankenhaus Kuzdragan: Die Bevölkerung des Dorfes Kuzdragan im Südwesten Togos suchte Unterstützung beim Bau einer Krankenstation, einer „Dispensaire“. Wir erhielten die Information über die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) über unser Clubmitglied Dr. Reinhard Rupprecht, der sich vor Ort informierte, die Finanzierung organisierte und maßgeblich bei der Realisierung des Projektes mitwirkte. Geplant wurde ein Krankenhaus für die Erstversorgung der Bevölkerung, mit Einrichtungen für Beratung, Vorsorge, Impfungen, Geburtshilfe, kleine Chirurgie. Es sollte zu einem Muster für den Weg „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden. Die finanziellen Mittel stammten aus einem Benefizkonzert der Altöttinger „Doktorband“, von jährlichen Spenden, von Lions International und vom Land Bayern, vor allem über die Alfons-Goppel-Stiftung. Die Einwohner des Dorfes halfen beim Aufbau mit. Die Regierung bezahlte einen Krankenpfleger, das Dorf eine Hebamme. Unser Club finanzierte einen solarbetriebenen Kühlschrank zur Aufbewahrung von Medikamenten und Impfstoffen sowie neue Sanitärräume, eine eigene Wasserversorgung usw. Zu der Einweihung kam der deutsche Botschafter in Togo, unsere Lions reisten mehrfach nach Kuzdragan, um sich vom Fortschritt der Baumaßnahmen zu überzeugen und bei Planung und Bau vor Ort mitzuwirken. Die Reisekosten wurden selbstverständlich von den Betreffenden selbst getragen. Bei der Einweihung lagen die bis dahin aufgebrachten Kosten bei rund 50.000 DM. Auch danach hat unser Club über einen längeren Zeitraum jährlich etwa 500 € für Medikamente und Impfstoffe aufgewendet. Für das Jahr 2016 wurden 1.500 € für Medikamente zur Verfügung gestellt und zusätzlich die Finanzierung der Stelle des Leiters der Medikamentenausgabe für ein Jahr mit 240 € unterstützt.
Hilfsprojekt Nähmaschinen: Kirchliche Einrichtungen in Togo haben mit Hilfe der Alfons-Goppel-Stiftung im ganzen Land Nähschulen eingerichtet, in denen Frauen das Schneiderhandwerk erlernen. Jede Teilnehmerin, die die dreijährige Ausbildung erfolgreich abschließt, bekommt „ihre“ Nähmaschine - und damit eine Existenzgrundlage - geschenkt. Anfangs über die Alfons-Goppel-Stiftung, dann über die Togo-Hilfe von Margret Kopp, hat unser Club seit 1985 mehr als 300 mechanische (elektrische sind nicht einsetzbar, da es auf dem Land keine Elektrizität gibt) Nähmaschinen nach Togo geschickt. In den ersten Jahren wurden die Maschinen in betriebsfertigem, generalüberholtem Zustand versandt. Falls nötig, wurden die Maschinen von der Fachfirma St. Besenacher, Näh-und Bügeltechnik, 84051 Altheim, repariert. Später konnten es aber auch reparaturbedürftige Nähmaschinen sein, da sich zwischenzeitlich eine Reparaturmöglichkeit vor Ort ergeben hat. Einen Teil der Nähmaschinen haben wir gekauft, den weitaus größeren Anteil im Landkreis über aus Clubmitgliedern bestehende Einsatzgruppen gesammelt, wobei die Fa. Hinterberger die Transportmittel zur Verfügung stellte. Die nächste Nähmaschinen-Sammelaktion ist für 2016 geplant. Unser Club unterstützt die Nähschulen darüber hinaus mit Stoffen und Nähmaterial. Jedes Jahr wurden Paletten mit Rest-Stoffen und Nähmaterial, die von der Firma Angerer, Eisenfelden gestiftet wurden, nach Togo verschifft. Verantwortlich für diese Aktion zeichnen unsere Clubmitglieder Manfred Kreutzberger und Herbert Hinterberger.
Hilfsprojekt Verbandsmaterial für Leprastationen: Seit Ende der 80er Jahre hat unser Club Hotelbettwäsche, die in Großwäschereien ausgemustert wurde, auf Initiative unseres Clubmitglieds Hermann Hanfstingl nach Togo geschickt. Daraus wurde Verbandsmaterial für Leprakranke gefertigt, das auskochbar ist und nicht mit den Geschwüren verklebt. Eine weitere Verwendung besteht in der Fertigung von Operationstüchern und -hemden für Kinder. Insgesamt hat unser Club ca. 25 t Bettwäsche, die von Großwäschereien, insbesondere von der Fa. Urzinger in Landshut, gespendet wurden, nach Togo transportiert.
Hilfsprojekt Patenschaften:  Seit 1990 finanziert unser Club durch monatliche Beträge die Schul- und Berufsausbildung für jeweils drei Patenkinder in Togo. Darüber hinaus hatten mehrere Clubmitglieder zusätzliche Patenschaften auf privater Basis übernommen.
Projekt Brunnen für Togo: Togo ist extrem wasserarm, besonders im Norden, der in die Sahelzone übergeht. Die Folge sind lange Wege zu den Wasserstellen verschmutzte, unhygienische Brunnen und Tümpel, die von Mensch und Tier gleichermaßen genutzt werden, mit daraus resultierenden schweren Infektionen, insbesondere bei Kindern. Unser Club hat insgesamt 7 Brunnen, übers Land verteilt, anlegen lassen. Drei davon hat unser Clubmitglied und damaliger Vize-Governor in der Lions Organisation Ullrich Dreistein auf einer Inspektionsreise im August 2006 eingeweiht. Die Dorfbewohner bedankten sich mit 24 Hühnern und einer lebenden Ziege.
Kinderheim "Foyer Ste. Marguerite" in Kara, Zentraltogo: Die Einrichtung ermöglicht rund 50 Straßenkindern eine Versorgung und Schulbildung. Anlässlich der 30-jährigen Charterfeier - und damit der 30-jährigen Togo-Hilfe - unseres Clubs wurden dem Kinderheim 10.000 € (und weitere 2.000 € dem Buschkrankenhaus Kuzdragan) zugewendet. Ansprechpartner zur Togo-Hilfe: Dr. Reinhard Rupprecht, Manfred Kreutzberger, Herbert Hinterberger, Ullrich Dreistein

 

Lions Schafkopf-Turnier:

Das traditionelle jährliche Schafkopf-Turnier im Gasthof St. Johann in Burghausen ist eine Activity zur Mittelbeschaffung. Sie fand im Januar 2017 zum 10ten Mal statt. Der Reinerlös betug über die Jahre etwa 1.000 €.

 

Fluthilfe Niederbayern 2016:

Das Hilfswerk Lions Club Altötting-Burghausen veranstaltete am 27.10.2016 im Stadtsaal Burghausen eine Benefizveranstaltung mit Künstlern aus der Region zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn am 1.6.2016. Mit dieser Veranstaltung wurde der Stadtsaal nach seiner Renovierung wiedereröffnet. Er stand für diesen guten Zweck unentgeltlich zur Verfügung und auch die Künstler verzichteten alle auf ihre Gage. Es wurde ein reichhaltiges Programm von klassischer Musik über Jazz bis hin zu Tanz und Sport geboten. Der Reinerlös übertraf alle Erwartungen. Rund 71.500 € konnten dem Clubhilfswerk des Lions Club Rottal-Inn zur Verfügung gestell werden, das dann vor Ort über die Verwendung der Mittel entscheidet.

 

Klasse 2000:

Klasse 2000 ist die wichtigste Lions Activity in der Grundschule in Deutschland. Die Lions Clubs haben maßgeblich zur Finanzierung und Verbreitung dieses bundesweit größten Unterrichtsprogramms zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention in der Grundschule beigetragen. 1991 von Dr. P. Bölcskei am Klinikum Nürnberg entwickelt, nahmen allein in Bayern im Schuljahr 2010/11 über 2300 Klassen teil. Insgesamt hat das Programm mehr als 1 Million Kinder erreicht. Die Finanzierung erfolgt über Spenden, meist durch eine Patenschaftsübernahme für eine oder mehrere Klassen. Unser Club nahm von 1995  in Zusammenarbeit mit Grundschulen aus unserer Region für ca. 15 Jahre daran teil. Mittlererweise hat das Unterrichtsprogramm auch Eingang in den allgemeinen Grundschulunterricht gefunden. Neben den Lions Clubs engagieren sich Firmen, Institutionen, Krankenkassen, Privatpersonen. Eine Patenschaft beträgt zur Zeit (2014) pro Schuljahr und Klasse 200 €  und ist steuerlich absetzbar. Sie sollte möglichst über die  Grundschulzeit von 4 Jahren aufrechterhalten werden. Unterrichtsmaterial: Ein interdisziplinäres Beratergremium hat das pädagogische Konzept einschließlich der Unterrichtsvorschläge entwickelt. Jeder Schüler erhält pro Schuljahr eine eigene Arbeitsmappe, deren Inhalt kontinuierlich durch beteiligte Pädagogen aktualisiert wird. Form des Unterrichts: Von den Lehrern und speziell ausgebildeten Klasse-2000-Gesundheitsförderern werden altersangepasste Unterrichtseinheiten (bis zu 12 pro Jahr) präsentiert. Die Schüler werden mit Körperfunktionen wie Atmung, Herzkreislauf, Nieren- und Leberfunktion, mit Ernährung, dem Nutzen körperlicher Bewegung und generellen Vorsorgemassnahmen vertraut gemacht und erfahren mehr über Sinneserfahrung, Entspannung, soziales Lernen, Umgang mit Aggression usw.
Gesundheitsförderer: Über 500 Gesundheitsförderer unterstützen das Projekt. Sie arbeiten in der Regel entweder im Rahmen ihres beruflichen Präventionsauftrages als Angestellte des Gesundheitsamtes oder sind beispielsweise praktizierende Ärzte sowie selbständige Sozialpädagogen usw.
„Klaro“: Als Sympathiefigur wurde das Strichmännchen „Klaro“ entwickelt, das die Kinder durch das Programm begleitet.

           

Lions Quest: 

Das Jugendförderprogramm für 10 – 14-jährige Jugendliche an weiterführenden Schulen wurde begonnen im Jahr 1985 von der Lions Clubs International Foundation weltweit, in Deutschland organisiert und betreut vom Hilfswerk der Deutschen Lions seit 1994. Ziel ist die Förderung des „Erwachsen-Werdens“: Selbstvertrauen, kommunikative Fähigkeiten, auch die Fähigkeit der Risikobewältigung, des Entwickelns konstruktiver Lösungen sollen bei den Jugendlichen trainiert werden. In der Phase der Pubertät und Adoleszenz soll ein spezieller Unterricht Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems vermitteln und damit die Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen (Sucht, Gewaltbereitschaft, Suizidtendenz) verbessern. Die Einführungsseminare für Lehrerinnen und Lehrer (in Deutschland haben von 1994-2010 rund 70.000 Lehrkräfte teilgenommen) werden von über 20 sorgfältig ausgebildeten Lions Quest-Trainern/innen geleitet. Mehr dazu in "How-to-Guide“, der Anleitungsbroschüre. (Siehe Link zu: www.Lions-quest.org) Weltweit hat Lions Quest bis 2010 12 Millionen Schüler und 500.000 Lehrer und andere Ausbildungskräfte erreicht. Unser Club beteiligt sich seit 2001 an Lions Quest. Bis 2010 haben ca. 150 Lehrkräfte aus unserer Region an den Seminaren teilgenommen. Sobald wieder eine entsprechende Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern zur Durchführung eines Seminars zur Verfügung steht, kann das Projekt fortgeführt werden. Ansprechpartner: Heino Brodschelm

        

Sight first („Lichtblick für Blinde“):         

Unser Club hat sich über viele Jahre an dieser Internationalen Langzeit-Activity der Lions im Kampf gegen die Blindheit in der Welt, insbesondere in den Entwicklungsländern, beteiligt. 1925 hatte die taubblinde Schriftstellerin Helen Keller die Lions dazu aufgerufen, „Ritter im Kampf gegen die Blindheit zu werden“. Die Deutschen Lions haben das Programm 1991 und 2005 wiederaufgenommen bzw. forciert. Allein in der Kampagne 2005-2008 brachten die Lions weltweit über 200 Millionen Dollar auf (die Deutschen Lions 7,2 Millionen US Dollar), zum Bau von Augenkliniken, Ankauf von Medizintechnik, Etablierung neuer Behandlungsmethoden, z.B. Einrichtung von Hornhautbanken und vor allem für Staroperationen mit Ausbildung von Ärzten in den Ländern der Dritten Welt. (Siehe auch Link zu: www.Lions.de/Unser-Handeln/Gesundheit-und-Praevention/74.htm)

 

Kindergartenprogramm im Landkreis Altötting:           

Diese Activity wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum an der Kreisklinik Altötting und unserem Clubmitglied Prof. Dr. Ronald Schmid. Sie beinhaltete die Schulung der Kindergartenbetreuerinnen in Gruppenarbeit, Integrationsbemühungen, Sprachförderung vor allem von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache.

 

Geldsammelaktion 2001:   

Eine besonders erfolgreiche Activity, die die Sammlung von Münzen und ausländischem Kleingeld (z.B. Überbleibsel von Auslandsreisen) nach der Umstellung von DM auf EURO zum Ziel hatte. Sie fand in den Filialen der  Kreissparkasse und der Raiffeisen-Volksbanken statt. Durch Aufstellung von Sammelboxen in ihren Schalterräumen haben diese Kreditinstitute die Aktion ermöglicht. Die Spender der Münzen und des Kleingeldes gaben das Geld in kleine, mit ihrem Namen versehene Tütchen, die neben den Sammelboxen auflagen. So nahmen sie gleichzeitig an einer monatlichen Verlosung für ein Essen in einem renommierten Restaurant des Landkreises teil. Der Erlös der Activity von rund 47.000 € kam über unser Hilfswerk ausschließlich Menschen im Landkreis zu Gute, die unverschuldet in Not geraten waren.

 

Rumänienhilfe:        

Seit 1996 unterstützt unser Club auf Anregung unseres Clubmitglieds Helmut Sieber die Rumänienhilfe von Frau Juliane Einöder, Töging, die seit 1990 Hilfstransporte nach Rumänien organisiert. Zunächst wurde ein Kinderheim in Lunca Mures versorgt, dann erhielten Zuwendungen Bedürftige und Einrichtungen in Satu Mare, einer Stadt mit 120.000 Einwohnern. Jedes Jahr startet am Faschingsfreitag ein LKW-Konvoi der Fa. Hinterberger mit Lebensmitteln, Medikamenten, medizinischem Gerät, Kleidung, Baustoffen, Haushaltswaren etc. nach Rumänien. Versorgt werden direkt oder durch die Caritas Frauenhäuser, Sozialküchen, Sinti-Kindergärten und -schulen, Straßenkinderprojekte, Kinderheime und die Poliklinik. Die Firma unseres Clubmitglieds Herbert Hinterberger übernimmt jedes Jahr die Abholung und Einlagerung von Hilfsgütern im Umkreis von 100 km und stellt kostenlos einen 40 Tonner- LKW mit Fahrpersonal zur Verfügung. Zusätzlich erhält Frau Einöder jährlich Geldspenden für die Hilfsaktion und den Kinderhort in Homorod bei Satu Mare. Dort bietet die Caritas behinderten Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit, zumindest für eine begrenzte Zeit ihre Isolation zu verlassen und einige angenehme Wochen zu erleben. Unser Clubmitglied Helmut Sieber hat sich als Teilnehmer an solchen Transporten vom Erfolg der Aktion überzeugt, die heute genauso notwendig ist, wie zu Beginn. Ansprechpartner: Helmut Sieber, Herbert Hinterberger

 

Gastarztstipendien für Ärzte aus den ehemaligen Ostblockländern, Medizintechnik für das Krankenhaus der Notfallversorgung der Stadt Lviv und der Medizinischen Fakultät der Universität Lviv / Ukraine:       

Auf Vermittlung von Frau Sawatzky, stammend aus Lviv / Ukraine, nahm unser Clubmitglied Prof. Dr. Armin Dietz Kontakt zum Krankenhaus der Notfallversorgung (ca.2000 Betten) der Stadt Lviv auf und besuchte 1993 das Krankenhaus und die Staatliche Medizinische Danylo Halytsky Universität. Mit beiden Institutionen wurden Verträge über den Aufenthalt von Gastärzten beider Institutionen an den Krankenhäusern des Landkreises Altötting abgeschlossen. Bis 2005 lernten so 14 Ärzte/innen aus Lviv, Kiew und Weißrußland die Arbeit bayerischer Krankenhäuser und das deutsche Gesundheitssystem kennen, erhielten z.T. ein medizinisches Schwerpunkttraining und knüpften private Kontakte. Darüberhinaus wurden dringend benötigte Medikamente, gebrauchte Medizintechnik wie EKG-Geräte, Infusionspumpen, Endoskope, Monitore und weitere Medizintechnik für die Intensivmedizin und ein 50.000 DM teures Ultraschallgerät für das Krankenhaus der Notfallversorgung nach Lviv gebracht. Zusätzliche finanzielle Hilfe für dieses Projekt kam anfangs vom Ministerium für Arbeit und Soziales der Bayerischen Staatsregierung, weiterhin übernahm der Rotary-Club Altötting Burghausen ein Stipendium, sodass jedes Jahr zwei Ärzte nach Burghausen bzw. Altötting kommen konnten. Die Fa. Baierl - Demmelhuber, insbesondere der Seniorchef und Rotarier H. Demmelhuber, unterstützten ideell und persönlich die Aktion und die einzelnen Gastärzte/innen. H.Demmelhuber nahm 2003 mit Prof. Dietz an einer zweiten Kontaktreise von Mitgliedern des Lions- und Rotary-Clubs Altötting-Burghausen nach Lviv teil, bei der die Fortschritte in der Krankenhausversorgung der zweitgrößten Stadt der Ukraine in Augenschein genommen werden konnten. 1998 hatte bereits ein Team der Kreisklinik Altötting unter Leitung von Prof. Bauer das Krankenhaus besucht. 2002 besuchte der Gründungspräsident des Rotary-Clubs Lviv-Leopolis, Herr Bohdon Kotyk das Kreiskrankenhaus Burghausen.

 

Kulturelle Projekte:

Renovierung der Kirche St. Veit in Berg: Anläßlich der 10. Charterfeier (Gründungsjubiläum) unseres Clubs gaben wir den Anstoß zur Renovierung der im 15.Jahrhundert erbauten gotischen Kirche „St. Veit in Berg“ bei Reischach im Landkreis Altötting. Unsere Initiative und unser Beitrag in Höhe von 20.000 DM waren die Voraussetzung für weitere Zuschüsse der Diözese, des Landkreises, der Gemeinde und der Pfarrei Reischach, des Bezirks Oberbayern, der Bayer. Landesstiftung und weiterer Sponsoren. Die Gesamtkosten lagen bei 135.000 DM.
Sanierung der Wallfahrtskirche Marienberg: Zum 25. Charterjubiläum im Oktober 2005 wurden Kosten in Höhe von 15.000 €  zusammen mit einer weiteren Spende der Süd-Chemie über 10.000 € für die Restaurierung der vier Hauptfiguren am Hochaltar übernommen. Vorher hatte bereits unser Club anlässlich der Renovierung der Kirche von Raitenhaslach für die Renovierung eines Gemäldes der Hl. Barbara des Wiener Hofmalers J.M. Rottmayr Unterstützung geleistet.





VG Ullrich Dreistein auf Projekt-Kontrollreise in Togo